Berner Museum überträgt koloniale Sammlung an Usakos
Das Bernische Historische Museum hat das Eigentum an einer kolonialen Sammlung an das Stadtmuseum von Usakos in Namibia übertragen. Nach Angaben des Museums umfasst sie rund 300 Objekte.
Zu der Sammlung gehören Alltagsgegenstände, Schmuck und Waffen von namibischen Eisenbahnarbeitern. Ein Schweizer Eisenbahningenieur und seine Frau eigneten sich die Stücke 1906 beim Bau einer Bahnlinie in einem Kontext kolonialer Gewalt an, teilte das Museum mit.
Die Eigentumsübertragung erfolgte bereits im Juni 2026. Ein grosser Teil der Objekte wird ab dem 18. September in Bern als Leihgabe ausgestellt; Ende 2027 sollen die Gegenstände nach Namibia zurückkehren.
Damit kehrt die Sammlung nach rund 120 Jahren in Bern nach Usakos zurück. Das Museum will in der Ausstellung die Hintergründe der Sammlung und ihren weiteren Weg thematisieren.

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